Interessantes von der Alge!

Lukullinos Lebensmittel, Algen - Interessantes von der Alge!Algen-Tee, Algen-Limo, Algen-Spaghetti, Algen-Surfbrett: Gibt‘s nicht, gibt’s doch. Für die einen sind Algen dieses glibberige grüne Zeug, das einem beim Schwimmen an den Beinen hängen bleibt oder übelriechend am Strand herum liegt. Für die anderen sind Algen höchst interessante Wasserpflanzen mit ungeheurem Zukunftspotential. Und für Feinschmecker sind Algen ganz einfach eine Delikatesse. Aber Algen sind nicht gleich Algen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in unseren Meeren, Süßwasser-Seen und Flüssen allein über 150.000 verschiedene Mikro-Algen gibt. Nur über gut 3 % von ihnen sind halbwegs erforscht. Die übrigen 97 % sind nahezu unbekannt. Dazu kommen noch die Makroalgen, z. B. die mit den Begegnungen der unheimlichen Art beim Schwimmen. Nur zehn Algenarten werden bereits industriell genutzt. Zum Beispiel in der Medizin oder der Kosmetik. Und eben auch im Lebensmittelbereich. Freunde der japanischen Küche denken hier sofort an Misosuppe und Nori. Doch Algen werden zunehmend ein interessanter Rohstoff, aus dem sich unendlich viel machen lässt. In den USA gibt inzwischen wirklich ein Surfbrett, das zu zwei Dritteln aus Algen gemacht wird und genau so stabil sein soll wie die bislang bekannten Bretter. Eins haben aber alle Algen gemeinsam. Sie produzieren wie unsere Pflanzen an Land mittels Photosynthese den Sauerstoff, den wir zum Leben brauchen. Weil es so unendlich viele Algen gibt, geht man heute davon aus, dass Algen als Sauerstofflieferanten wichtiger sind als die Regenwälder. Darüber hinaus bauen Algen Stickstoff, Phosphate und vor allem Kohlendioxid ab. Auch an Land wachsen Algen, die auf Felsen wachsenden Luftalgen. Selbst an Treibstoff aus Algen wird gearbeitet. Was eigentlich nahe liegt, da unser Benzin schließlich aus Erdöl raffiniert wird, das wiederum aus in die Tiefsee abgesunkenem Phytoplankton in Millionen Jahren entstanden ist.

Der hier gezeigte Algensalat sollte natürlich immer ganz frisch sein. Seine Basis sind Makroalgen, wie Makame oder Kombu. Man kann sie übrigens roh oder gegart zubereiten. Was im asiatischen Raum schon seit 5000 Jahren gemacht wird. Bein uns dient getrocknetes, farnloses Algenpulver häufig als Geliermittel in Puddings und Ähnlichem. Als Agar-Agar hat es in gleicher Funktion in der Molekular-Küche einige Berühmtheit erlangt. Algen-Spaghetti sind zwar seltener aber keineswegs unbekannt. Dazu wird eine bis zu einem Zentimeter breite gekochte Braunalge, auch Riementang genannt, verwendet. Wenn manche von Algen inzwischen als dem Essen der Zukunft reden, das das Überleben der Menschheit sicher, mag das (noch) übertrieben sein und ins Reich der Fantasie gehören. Fakt ist jedenfalls, dass Algen je nach Art eine Menge für den Menschen höchst erfreuliche Inhaltsstoffe zu bieten haben. Kalzium, Eisen, Vitamin C, Eiweiß. Auf der anderen Seite sind Algen ausgesprochen kalorienarm. In Zahlen: Manche Algen haben dreimal so viel Kalzium wie der Klassiker Bananen aber nur ein Drittel so viel Kalorien wie Salat. Zum Schluss noch mal ein Blick i die USA. Dort haben findige Forscher festgestellt, dass eine bestimmte Rotalge in gebratener Form den Geschmack von Speck hat, also das Zeug zum Veggie-Bacon hat. Wie dem auch sei, guten Algen-Appetit.

 

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