Sternanis

Der Sternanis ist in der Küche ein noch junges GewürzDer Sternanis ist in der Küche ein noch junges Gewürz. Selbst in China wird er erst seit wenigen hundert Jahren kultiviert. Als Wildpflanze gibt es ihn nicht. Er wurde in Europa zuerst in der englischen Küche eingesetzt. Und da vor allem bei süßen Speisen. In China aber ist Sternanis ein nahezu unverzichtbares Hauptgewürz. Man findet ihn überall von Fleisch, Geflügel über Fisch bis zu Gemüse. Wir haben ihn noch vom letzten Weihnachtspunsch oder Glühwein in Erinnerung. Hoffentlich in guter, ansonsten lag es nicht am Gewürz sondern am eingesetzten Grundwein. In der ganz feinen Küche begleitet eine Prise Sternanis z. B. Jakobsmuscheln, Tomaten oder Karotten. Im Vergleich zum Anis kommt der Sternanis sehr kräftig daher. Die beiden sind aber nicht verwandt, also biologisch gesehen. Sternanis hat einen wesentlich höheren Anteil an Duft-, Wirk- und Geschmacksstoffen. Das können bis zu acht Prozent sein, wovon der größte Anteil auf das Anethol entfällt, bis zu 90 Prozent. Damit gibt er auch Fruchtzubereitungen von Kirschen oder Pflaumen eine ganz eigene intensive Note. Einen Versuch wert ist es übrigens, der Mousse au Chocolat mal mit etwas Sternanis eine ganz neue geschmackliche Note zu geben. Aber wieder einmal gilt es, ein Gewürz vorsichtig zu verwenden. Einfach von der Fruchtkapsel, die Samen sind uninteressant, ein Stückchen abbrechen und kurz mitziehen lassen. Das genügt für einen gewissen Hauch von Kardamon, Mandarinen und Eukalyptus. Probieren geht über studieren.

Guten Appetit!

PS: Wenn es noch nicht ganz so ist, machen Sie sich nichts draus, beim nächsten Mal wird es sicher schon viel besser und gut schmecken wird es auf jeden Fall.

 

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