Neues von der Erdbeere, ein leckerer Schein

Erdbeeren mit PuderzuckerWenn man Wikipedia glauben kann, und das wollen wir hier mal tun, ist die Geschichte der Erdbeere eine Sache voller Missverständnisse.
Bekannt und genossen seit der Steinzeit, wurde sie bei uns erst wirklich heimisch mit dem Auftauchen einiger amerikanischer Sorten. Das war allerdings lange vor den Carepaketen, den Rosinenbombern und ähnlichen Leckereien, die vom Himmel fielen. Aus allen Wolken fällt man, wenn man liest, dass die Erdbeere keine Beere ist sondern zu den Rosengewächsen gehört. Und als Frucht selbst ist die gemeine Gartenerdbeere eine Sammelnussfrucht. Das heißt auf dem Blütenboden sitzen jede Menge winzige Nüsschen, ähnlich wie bei Hagebutten und Rosen. Tja, wer hätte das gedacht: die Erdbeere ist eine Scheinbeere, vielleicht mag sie deshalb so den Sonnenschein, der ihr erst die nötige Süße und Fruchtigkeit verleiht. So wie wir sie heute kennen und mögen, ist sie im 18 Jahrhundert in Holland aus der amerikanischen und einer chilenischen Verwandten gezüchtet worden. In Österreich, dem Land der Paradiesäpfel, wird die Erdbeere auch Wiesener Ananas gerufen. Der Ananas kommt dabei von der großfruchtigen Form, im Gegensatz zur kleinfruchtigen Walderdbeere. Bei der Wiese ist der Ort Wiesen im Burgenland, dem Hauptanbaugebiet, der Namensgeber. Kulinarisch gesehen, tritt die Erdbeere vor allem roh und leicht gezuckert und als Konfitüre oder Marmelade auf. Aber sie kann weit mehr. So fühlt sie sich im Rumtopf ebenso wohl wie im Joghurt oder auf dem Tortenboden, wo man sie halt so kennt. Etwas abseits vom Mainstream passt die Erdbeere sehr gut auch zu herzhaften kräftigen Geschmacksrichtungen. Zum Beispiel in eine würzige Vinaigrette zu grünem Spargel. Und erst der Salat mit Rucola, Walnüssen (da sind sie die Nüsse) und gehobeltem Parmesan, das hat was. Was die Preiselbeeren für die Wildschweinkeule sind, das ist die Erdbeere zum Rinderfilet, nur etwas feiner.

Noch ein praktischer Hinweis: Erdbeeren reifen nicht nach, sie werden nach wenigen Tagen einfach schlecht. Und kulinarisch sind weniger die großen Mutanten als die kleinen feinen Früchtchen interessant… also dann.

 

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