Die Kastanien oder Maronen

Die Kastanien oder Maronen.Die Geschichte der Kastanie ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Die wollen wir hier nicht alle ansprechen, um sie nicht noch mehr zu verbreiten. Da ist einfach zu viel Unsinn im Umlauf. Bleiben wir also beim Essen. Auf keinen Fall sollten man die Rosskastanie essen, es sei denn man ist (hier mit einfachem „s“) ein Pferd oder Wildschwein. Sie sind nicht unbedingt tödlich, aber der Geschmack lässt doch sehr zu wünschen übrig. Das liegt an dem hohen Anteil von Saponinen, der Sprachgeschulte findet hierin zu Recht das Wort Seife. Diese Saponine müssen erst mal herausgelöst werden, durch rösten, schälen und tagelanges wässern.

Na gut in der Zwischenzeit auf zu den Esskastanien auch Maronen genannt. Während es im Nachbarland Frankreich noch ganze Kastanienwälder gibt, zum Beispiel an der Loire, ist die Esskastanie bei uns nicht mehr ganz so verbreitet. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und man findet sie bei uns am ehesten noch in flachen bis mittelhohen Gebieten, bis etwa 1000 Meter. Kontinentales Klima mit großer Winterkälte verträgt die Kastanie gar nicht. Hier angebotene Kastanien kommen häufig aus Südtirol und werden zumeist Maronen oder Maroni genannt. Vor dem Verzehr, egal ob roh , geröstet oder gekocht, müssen sie geschält und von der hellbraunen bitteren Innenhaut befreit werden. Ihr Geschmack zeigt eine leichte Süße, die sich bei längerem Kauen deutlicher entwickelt, er erinnert an frische Nüsse und ist eher mehlig als fruchtig. Sie passt gut zu Wildgerichten. Übrigens wurde früher der Wert eines Waldes unter anderem dadurch bestimmt wie viele Wildschweine in ihm satt wurden. Na gut, wer es lieber vegetarisch mag, kann sie zu Mousse in einem leckeren Nachtisch verarbeiten. Das Rezept verrät Lukullino unter Rezepte: „Herbstliche Maronen-Mousse“.

 

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