Schneebesen, Kunststoff ummantelt

Schneebesen, Kunststoff ummanteltDer Schneebesen ist nun wirklich keine Unbekannter mehr. Die hier gezeigte Version hat aber etwas Besonderes: Die einzelnen Schlaufen haben einen Kern aus Edelstahl und sind mit Kunststoff ummantelt. Damit kann man ihn auch in Gefäßen mit empfindlicher Oberfläche benutzen ohne dass er hässliche Kratzspuren hinterlässt. Ich habe festgestellt, dass diese jüngste Variante eines alten, um nicht zu sagen uralten, Küchengerätes durchaus praktisch ist. Nachgewiesen ist der Schneebesen übrigens schon im achtzehnten Jahrhundert. Der Name hängt vermutlich eng mit seiner ursprünglichen Funktion zusammen, dem schaumig Schlagen von Eiweiß, zur Herstellung von Eischnee eben. Die Schweizer nennen ihn gerne auch Schwingbesen, die Österreicher sagen Schneerute. Na schön, ein europäisches Küchengerät ist er somit schon weit vor der Entstehung der EU gewesen. Wann er nun aber genau und von wem erfunden wurde, ist nicht mehr eindeutig  festzustellen. Die Italiener als einer der Nationen mit ausgeprägter langer Küchen-Tradition haben ihn schon um 1570 in einem Kochbuch dargestellt. Das Kochbuch "Opera", verfasst von einem Küchenmeister der Spätrenaissance namens Bartolomeo Scappi, zeigt die früheste nachgewiesene Zeichnung eines Schneebesnes, der der uns bekannten Form schon ausgesprochen ähnlich ist. Das war's dann aber auch schon für viele Jahre. In Ermangelung von Fernsehköchen und ihrer ständigen Präsenz in der Öffentlichkeit ist der Schneeebesen irgendwie wieder in Vergessenheit geraten. Bis zum 18. Jahrhundert. Er kam dann spät aber gewaltig. Und hat sich bis heute gut gehalten, obwohl sicherlich so manches neu hinzukommende elektrische Küchengerät ihm das Leben und seine Existenzberechtigung schwer gemacht hat, oder dies zumindest versucht hat. Seine Formen, Größen und Materialien sind zwar sehr verschieden, im Prinzip aber alle recht ähnlich. Längliche Metallschlaufen, die im oberen Bereich von einer rohrähnlichen Ummantelung zusammen gehalten werden. Bei der Anwendung kommt es darauf an, möglichst locker und wenig ermüdend aus dem Handgelenk heraus ihn in die aufzuschlagende Flüssigkeit einzutauchen, durchzuziehen nach oben und wieder zurückzuführen in die Flüssigkeit. Dadurch wird sie mit Luft vermischt und bildet nach und nach eine lockere schaumige Masse. Ich nutze ihn vor allem zum Mischen von Salatsaucen, neudeutsch Dressings. Öl, Essig, und nach Belieben Eigelb (für Mayonaisen), Senf, Salz und andere Gewürze werden in kreisenden Bewegungen gründlich vermischt, bis eine glatte Emulsion entsteht. Dabei emphiehlt es sich, alle Zutaten erst auf Zimmertemperatur zu erwärmen, damit die Verbindung schneller vonstatten geht.

 

'Lukullino - Küchengeräte'

 

'Lukullino - Rezepte'

'Lukullino - Lebensmittel'

'Lukullino - Restaurant-Tipps'

 

 


Seitenanfang