Der Käse

Die Französische Bistro-Küche Teil 5

Der Käse

„Mama ich hab noch Hunger!“ – „Dann hol dir noch’n Stück Käse aus dem Kühlschrank.“ In Deutschland sieht man den Käse als Bestandteil einer Mahlzeit eher praktisch. Was das schöne Sprich - wort „Käse schließt den Magen“ wunderbar zum Ausdruck bringt. Da darf er ruhig direkt aus dem Kühlschrank kommen.

In Frankreich undenkbar. Erstens kommt der gute Käse da nicht aus dem Kühl schrank, sondern mit Zimmertemperatur auf den Tisch. Und er stammt aus einer kleinen bäuerliche Käserei (fromage fermier). Rechner erkenne den Unterschied am Preis, Genießer am Geschmack. Es gibt zum Beispiel Bistros, in denen ausschließlich Ziegenkäse serviert wird. Und zwar die kleinen runden, mit einem Durchmesser von 5 cm. In mehr als fünf verschiedenen Sorten, alle aus der gleichen Gegend aber von verschiedenen Bauernhöfen und jeweils mit einem ganz unterschiedlichen Geschmack, der dem Gast von der Bedienung ausführlich erläutert wird.

Grundsätzlich gilt, dass der Käse in der Reihenfolge von mild nach kräftig gegessen wird. Von jeder Sorte ein kleines Stückchen, dazu ein Stück Weißbrot – Baguette geht muss aber nicht – auf das der Käse Häppchen weise mit dem Messer gelegt wird. Also keine Stulle okay, Pardon, d’accord? Und der Wein dazu? Ganz einfach: zu vielen Sorten von Kuh und Schaf Rotwein, zur Ziege auch Weiswein und zu Blau schimmel Süßwein. Und welcher jetzt... bis das ausdiskutiert wäre sind wir alle verhungert, nehmen Sie einfach einen guten. Und zu guterletzt noch Obst oder etwas Süßes, fromage – fruit, wie man sagt.
Bon appétit.

 

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